10 Gebote für Landschaftsfotografinnen & -fotografen Nr. 1

Nr. 1 Kein Bild ist es wert, dass du dafür dein Leben oder deine Gesundheit riskierst.

Was muss man dazu eigentlich noch sagen? Außer jeder Menge Imperative. Unterschätze nie die Kraft von Wind, Wetter und Wellen! Und im Gegenzug: Überschätze nicht deine Kraft und dein Können. Informiere dich über Wetter, Gefahren, Gezeiten. Überleg dir, was du tust! Sag anderen, wo du hingehst und was du planst. Absperrungen und Warnschilder sind nicht da, dich um ein gutes Foto zu bringen, sondern um dich vor Unglück zu bewahren. Zieh dich dem Wetter und deinem Vorhaben entsprechend an.

 

Klingt nach Mutti? Von der Brandung ins Meer gerissen zu werden oder an einer Klippe abzuglitschen ist deutlich uncooler.

 

 

Ach so, beim Fotografieren an der Straße, ist es nicht falsch, den Verkehr im Auge zu behalten. Ein breiter Sander auf Island, auf dem sich allerlei Watvögel tummelten. Mitten hindurch führte ein Straßendamm, von dem man wunderbar das Gebiet überblicken konnte. Diesen melancholischen Vogel im Licht der untergehenden Sonne habe ich aus dem Auto von eben dieser Straße aus fotografiert. So friedvoll dieses Bild wirkt, für mich war es ziemlich angespannt, weil ich immer darauf achten musste, ob ein anderes Auto von hinten kam. Dann hieß es, Motor an, weiter fahren, bis zur nächsten Ausfahrt, umdrehen und auf der anderen Seite einen Vogel suchen. Bis das nächste Fahrzeug kam und sich das Spiel in entgegengesetzter Richtung wiederholte. So sehr ich diese Vogel-Sonnenuntergangssilhouetten mag, so richtig Spaß hat mir das nicht gemacht.

 

Ganz unten ein Foto aus Finnland. Auch schön – ein verträumter See irgendwo in den finnischen Wäldern. Dieses Bild war das letzte, eine Sekunde bevor mein Stativ umkippte und mitsamt Kamera und Objektiv ins Wasser fiel. Um dieses Foto zu machen, war ich auf ein paar glitschigen Findlingen am Ufer rumgeklettert und hatte mühsam balancierend meine Geräte in Stellung gebracht, bis eben, tja…platsch, war ja nur die Kamera, nicht ich selbst. Falls dir deine Unversehrtheit nicht so wichtig ist, dann vielleicht die deiner teuren Ausrüstung. Wo du keinen sicheren Stand findest, gibt es auch keinen für deine Kamera oder dein Stativ. Die Begegnung mit Wasser und Gestein endet in der Regel zuungunsten deiner Geräte.

 

 

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