Sonnenschein & Polarlichter 2019

Nichts gegen das große Advents- und Weihnachtstheater. Ich mag das persönlich sehr. Aber es ist eben auch nicht unanstrengend. Im Februar (der Weihnachtsfestkreis geht bis zum 2. Februar, Lichtmess!) war es endlich wieder soweit: der große Chill-out am Anfang des Jahres im hohen Norden stand an. Einmal mehr ging es nach Tromsø, auf die Insel Kvalöya. Wir lieben diesen Ort. Tromsø ist eine Stadt mit guter Atmosphäre, nicht zu groß, mit genug Museen, Ausstellungen und Veranstaltungen, sollte das Wetter einmal nicht so toll sein. Wer Durst hat, geht in Tromsøs älteste Bierkneipe Ølhallen mit 67 (sic!) Bieren vom Fass. Und wenn wir am Hafen entlang bummeln, bekomme ich immer so richtig Lust, meine Schlittenhunde und die Harpune einzupacken und auf Expedition ins Packeis zu gehen! Kvaløya und die anderen Inseln drum herum: Ringvassøya, Senja etc. sind ein riesiger Abenteuerspielplatz zum Schneeschuhwandern, Skifahren, Nordlichtjagen und natürlich zum Fotografieren.

Die volle Ladung Bilder findet Ihr hier!



Dieses Jahr meinte es das Wetter gut mit uns und spendierte viel Sonne. Wir machten mehrere Schneeschuhtouren auf kleinere Gipfel. Tipp: vor Sonnenaufgang losgehen, dann ist das Licht am schönsten und die geführten Touri-Gruppen sind noch nicht unterwegs. Vor allem war es nachts schön klar, um Polarlichter beobachten zu können. Es war saukalt – obwohl ich alles, was ich an Strümpfen hatte, übereinander angezogen hatte, fielen mir fast die Füße ab. Mehr als entschädigt wurde ich durch heftige Nordlichtaktivitäten an mehreren Nächten.

 

Die erste Nacht postierte ich mich auf einem Anlegesteg mitten im Grøtfjord mit dem Ramnafjellet als schönen Vordergrund. Es ging gleich ordentlich los mit den Nordlichtern (siehe oben). Die zunächst vereinzelten Bögen entwickelten sich dann zu einem regelrechten Nordlichtfeuer (sieh unten). Teilweise waren die Lichtflammen so hell, dass ich einfach mit dem Autofokus scharf stellen konnte. Sehr praktisch. Obendrauf gab es noch ein paar Sternschnuppen (mittleres Bild unten, bitte vergrößern und genau hingucken) aus dem Schwarm der Februar-Leoniden.

 


Noch schöner war es ein paar Nächte später am guten, alten Ersfjord. Die Bergketten links und rechts bilden einen perfekten Rahmen für die himmlische Light-Show, wie ein Amphitheater. Allerdings treten sich hier die Fotografen einander auf die Füße. Oder noch schlimmer: latschen sich gegenseitig ins Bild. Es fehlt nicht mehr viel, dann herrscht dort „Rhein in Flammen“-Atmosphäre. Um Tromsø herum wird es schwieriger, Plätze zu finden, die man für sich hat und wo kein anderer rumleuchtet.

Alles in allem war es eine tolle Woche mit hoher Fotoausbeute!

 

Verheißungsvoller Auftakt!

Nordlichtgewölbe

Schon besser!

Der Himmel brennt!

Auch nicht schlecht!

Wundervolle Reflektionen auf dem Wasser


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